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Tipps und Ratschläge zum Verhalten in Bärengegenden.

Eine Reise in die Wildnis birgt bestimmte Gefahren, insbesondere die Möglichkeit eines Bärenangriffs. Wenn auch die Gefahr, die von Bären ausgeht, relativ gering ist, so ist sie doch real. Die beste Verteidigung ist das Bewahren eines kühlen Kopfes, gepaart mit ausreichenden Kenntnissen über den Lebensraum und das arttypische Verhalten der Bären.

Planen Sie im Voraus!

Bevor Sie Ihre Reise beginnen, lesen Sie in Fachbüchern nach, wie sich Bären in der Natur verhalten. lernen Sie, Hinweise auf das Vorhandensein von Bären zu erkennen.
Machen Sie sich kundig über den sicheren Umgang mit Bären.
Belegen Sie einen Erste Hilfe Kurs. Machen Sie sich mit der Gegend vertraut, durch die Sie reisen wollen. überlegen Sie, mit welchen Problemen Sie möglicherweise konfrontiert werden. Entscheiden Sie, ob Sie ein Bärenspray mitnehmen wollen.
Wenn ja, machen Sie sich mit dessen Gebrauch vertraut.

 
Treffen Sie Vorsichtsmaßnahmen:

- Überraschen Sie einen Bären nicht!

- Wählen Sie Reiserouten, die eine gute
  Sicht gewährleisten.

- Bleiben Sie wachsam, und halten Sie nach
  Bären Ausschau.

- Nähern Sie sich Dickicht, wenn möglich,
  mit dem Wind im Rücken.

- Machen Sie Geräusche, um Bären auf sich
  aufmerksam zu machen.

- Reisen Sie in Gruppen.

Bär ist nicht gleich Bär! Lernen Sie die Unterscheidungsmerkmale von Schwarz– u. Braunbär auswendig. Das kann Ihr Leben retten!

DIE FARBE IST KEIN EINDEUTIGES MERKMAL.
 
Ist es ein Schwarzbär?


Oder ein Braunbär?


• Wenn möglich, reisen Sie nicht nachts.

Wählen Sie einen Campingplatz, der möglichst weit weg ist von Wildwechselpfaden, von Reiserouten der Touristen und von Gegenden mit Bärenspuren oder von Futterplätzen für Bären.

Engen Sie einen Bär nicht ein!

Nähern Sie sich einem Bär nicht, um ihn besser sehen oder fotografieren zu können. Schauen Sie durch Ihr Fernglas oder Teleobjektiv.

Locken Sie einen Bären nicht und füttern Sie niemals einen Bären.

Führen Sie kein geruchsintensives, fettiges Essen, wie z. B. Speck (leider) oder eingemachten Fisch mit. (Auch nicht in Konserven)

Verpacken Sie Ihre Nahrung in luftdichten Behältern wie verschließbaren Plastiktüten oder harten Kunststoffbehältern. (Bearcases)

Verbrennen Sie Ihren Abfall restlos, oder bringen Sie ihn in luftdichten Behältern zurück.

Kochen und verstauen Sie Ihre Nahrungsmittel mindestens 100 m von Ihrem Zelt. Hängen Sie Lebensmittel unbedingt in einen Baum. (9 m langes Seil mitnehmen)

Gehen Sie niemals mit der Kleidung, die Sie beim Kochen anhatten, schlafen.

Wenn Sie einen Fisch fangen, nehmen Sie ihn weit entfernt vom Zelt aus und
werfen die Innereien ins Wasser.

Wenn Sie einen Bären sehen…

Bleiben Sie ruhig (leichter gesagt als getan). Bleiben Sie stehen, und schätzen Sie die Situation ein. Sie dürfen jetzt nicht weglaufen, sich ducken oder sich zu schnell tot stellen. Geben Sie sich als Mensch zu erkennen!

Gehen Sie ihm, wenn möglich, aus dem Weg. Verlassen Sie das Gebiet, machen
Sie einen Umweg um den Bären oder warten Sie, bis er sich zurückgezogen hat.

Wenn Sie dem Bär nicht aus dem Weg gehen können, machen Sie ihn behutsam
auf Ihre Anwesenheit aufmerksam, indem Sie sich in den Wind stellen, Ihre
Arme bewegen und mit ruhiger Stimme ausrufen. Machen Sie sich Groß, indem Sie die Arme hochnehmen, oder Ihren Rucksack über den Kopf nehmen. In Gruppen sollten Sie sich eng beieinander stellen, um so größer zu wirken.

Wenn der Bär sich Ihnen nähert oder Sie plötzlich auf ihn stoßen...

Laufen Sie nicht weg.

Sprechen Sie mit ruhiger Stimme.

Gehen Sie langsam in die Richtung zurück, aus der Sie gekommen sind.

Wenn der Bär Ihnen folgt, bleiben Sie stehen.

Stellen Sie sich mit anderen als Gruppe auf, um eine stärkere Front zu bilden.

Bleiben Sie standhaft, jedoch nicht drohend und geben Sie dem Bär Zeit, die
Lage einzuschätzen.

Wenn Sie ein Bärspray bei sich tragen, nehmen Sie es zur Hand, halten Sie die Düse von sich entfernt und überprüfen Sie die Windrichtung, um zu vermeiden, dass
Sie das Spray selbst einatmen.

Versuchen Sie einzuschätzen, ob sich der Bär verteidigen will oder ob er nach
Nahrung sucht. Wenn es sich um einen Grizzlybären handelt, den Sie aus nächster
Nähe überrascht haben, oder der seine Jungen bei sich hat oder Aas schützen will,
an dem er frisst, dann handelt er sicherlich aus Selbstverteidigung. Wenn es sich um
einen Schwarzbären handelt, dann ist er wahrscheinlich auf Nahrung aus.

Wenn der Bär angreift

Eine Begegnung mit einem Bären ist nur dann ein Angriff, wenn der Bär Sie berührt.

Wenn der Bär angreift, haben Sie zwei Möglichkeiten: Entweder Sie stellen sich tot, oder Sie wehren sich. Die richtige Entscheidung hängt davon ab, ob der Bär meint, sich verteidigen zu müssen, oder ob er Nahrung sucht.

• Stellen Sie sich tot, wenn es sich um einen Braunbär handelt, niemals bei einem Schwarzbären

• Einen Schwarzbären müssen Sie massiv bekämpfen (stabiler Wanderstock auf die  Nase, Bärenspray usw.)

...Viel Glück!



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