10-tägige Reise mit Fjällwanderung im Grenzgebiet Norwegen/Schweden
Unser Reiseziel liegt in Norwegen. In diesem Grenzgebiet zu Schweden befinden sich ein riesiger Nationalpark, die Femundsmarka (ca. 570 km²) auf der norwegischen Seite und das Naturschutzgebiet um den Rogensee auf der schwedischen Seite.
Diese Gebiete schützen ein besonders geformtes Wildnisgebiet mit dickstämmiger lichter Kiefernbewaldung, mit zum Teil großen Felsblöcken, kahlen Gebirgsgegenden, Endmoränen, die durch die letzte Eiszeit entstanden sind, schier endlos scheinende Täler und zahlreiche kristallklare Flüsse und Seen mit Trinkwasserqualität. Auch ist das Gebiet wegen der unberührten Gewässer von großem wissenschaftlichem Wert. Es führen keinerlei Straßen in den Nationalpark hinein. So machen wir uns zu Fuß auf, um diese majestätische Bergwelt zu erleben. Braunbären, Elche, Vielfraße und sogar Wölfe fühlen sich in dieser Region heimisch!
Ob wir einen dieser scheuen Gesellen zu Gesicht bekommen? Auf jeden Fall sichten wir aber Rentiere, ansonsten müsste es nicht mit rechten Dingen zugehen. Am Wegesrand wartet eine großartige Fauna auf uns, welche entdeckt werden will...Blaubeeren, Multebeeren Alpenbeerentraube..., um nur einige zu nennen, entwickeln im Frühling (immer abhängig von der Schneeschmelze) ihre volle Blüte .
Im Frühling erwacht die Natur zu neuem Leben! Und wir mit ihr.
Im Sommer will die Sonne gar nicht mehr untergehen.
Im Herbst ist diese Landschaft durch die Verfärbung der Pflanzen in ein tiefes Rot, Orange und gelb eingetaucht. "Indian Summer" ein grandioses Schauspiel!
Tourenverlauf:
- Abfahrt in Hamburg gegen Mittag Tag 1
Geschafft! Endlich Urlaub.
Eine spannende und abwechslungsreiche Reise in einem Kleinbus wartet auf uns. Unterwegs nehmen wir uns genug Zeit die ein oder andere Pause einzulegen und uns die Füße zu vertreten, so lassen wir die Anreise nicht zu einer Strapaze, sondern zu einem Erlebnis werden.Nach einigen Stunden erreichen wir Puttgarden. Hier steigen wir auf die Fähre, die uns nach Dänemark bringt. Die zweite Fähre wartet in Helsingør auf uns (Vogelfluglinie). In Südschweden angekommen, schlagen wir unser Nachtlager auf einem der Campingplätze auf und machen uns schon mal ein wenig mit der Ausrüstung vertraut. Ihr könnt selbst wählen, ob Ihr lieber in einem 2 Personenzelt, oder der Kåta schlafen möchtet, dieses traditionelle Gemeinschaftszelt der Samen nutzen wir bei schlechtem Wetter auch als Küche und kann mit einem kleinen Ofen beheizt werden. Das gemeinsam zubereitete Nachtmahl sorgt für die nötige "Schlafsack"schwere.
- Ankunft in Elgå am Femundsee in Norwegen Tag 2
Nach einem ausgiebigen Frühstück geht die Fahrt weiter, immer Richtung Norden, bis wir schließlich Elgå, ein kleines verschlafenes Nest direkt am Femundsee gelegen, erreichen. Der Femundsee ist mit einer Länge von ca. 60 km und bis zu 5 km Breite der längste See Norwegens und wird durch zahlreiche kleine Flüsse gespeist. In Elgå besteht zudem die Möglichkeit noch Proviant nachzukaufen. Was wir uns aber auf keinen Fall entgehen lassen werden, ist der fangfrisch geräucherte Fisch (norw. Sik = Felchen) Nach diesem kleinen Snack werden wir unser Lager direkt am Ufer des Femundsees aufschlagen. Anschließend treffen wir die notwendigen Vorkehrungen für die morgen beginnende Trekkingtour, d.h. Ausrüstungscheck, Packen der Rucksäcke, Verteilung der Gemeinschaftsausrüstung, usw. Den Abend lassen wir stilecht bei Lagerfeuer und den selbst zubereiteten Köstlichkeiten ausklingen.
- Beginn der Wanderung Tag 3
Bevor wir in die Wildnis aufbrechen, können wir unsere Füße nochmal schonen! Das alte Postschiff bringt uns in einen abgelegenen Winkel der Femundsmarka. (umgekehrter Verlauf möglich, abhängig von den Fahrzeiten des Postschiffes)
Seit 1905 hat die MS Femund II Waren, Post, Menschen, Holzstämme, Holzkohle und Kupfererz transportiert. Noch heute gibt es Siedlungen am Femund, die keine Straßenverbindung haben und ihre Post und Waren mit dem Schiff geliefert bekommen.
Die heutige Wanderetappe beträgt ca. 5 km. Die Route die wir einschlagen, wird vom Wetter und der Jahreszeit bestimmt. Eine grandiose Bergwildnis wartet auf uns. Trotz der Berge ist es in den skandinavischen Fjällregionen relativ einfach zu wandern, da wir hier anders als z.B. in den Alpen kaum schroffe Felsformationen vorfinden, die Hochebenen und eher abgerundeten Berge sind durch den Gletscherschliff der letzten Eiszeit entstanden.
- Auf der Wanderung Tag 4-8
Fernab der Zivilisation, Alltagstrott und nörgelnden Chefs werden wir in den nächsten Tagen die kleinen und großen Wunder der Natur bestaunen können, ja wir werden sogar ihr Bestandteil und erfahren wie wenig man doch eigentlich benötigt, um glücklich zu sein.
Unser Motto für die nächsten Tage: ...entdecke... die Leichtigkeit des Seins
Alles was wir wirklich benötigen tragen wir auf unserem Rücken. Überflüssiger Ballast, den haben wir zu Hause gelassen.
Auszüge aus einem Reisebericht
...Ein Windschutz mit Feuerstelle wird unser Lagerplatz für heute. Langsam zeigt sich die Sonne und das Feuer wird entfacht. Zelte werden in den Blaubeeren (leider nicht reif) oder mit Blick auf den See aufgebaut. Das erste Abendessen on Tour besteht aus Spaghetti und herrlichen Pfannkuchen mit Nutella als Nachtisch. Der Tag klingt aus mit Pfefferminztee mit Rum, schönem Licht, Spiegelungen auf dem Wasser und Lagerfeuer. Viele Fotos gemacht, gute Laune und trockenes Wetter – was wollen wir mehr?...
..querfeldein mit Kompass stapfen wir durch Blaubeeren und Multebeeren zu unserem Weg. Oberhalb der Baumgrenze wird es ordentlich zugig. Wir sehen mehrere Rentiere, die sich neugierig an uns heran trauen. Der Blick vom Gipfel ist grandios! Wir schauen auf den Femund und die gegenüberliegenden Berge und sind überwältigt. Langsam tauchen wir ein, in eine Welt, die seit fast 10.000 Jahren unverändert ist, überall sind die Spuren der letzten Eiszeit noch deutlich zu erkennen, als wäre es gestern gewesen. Zeit, Zeit ist hier nur noch nebensächlich, unsere Uhren, längst tief unten im Rucksack verstaut. Nach kurzer Rast mit Salami (Danke André) und Trockenpflaumen (Danke Steffi) geht es weiter...
- Zurück in Elgå / Rückfahrt Tag 9
Nachdem wir die letzte Nacht auf dem Campingplatz in Elgå verbracht haben und uns eine heiße Dusche gönnten, brechen wir auf, mit dem Kleinbus Richtung Süden. Wir haben aber auch für die Rückfahrt genügend Zeit eingeplant, so dass wir uns langsam wieder an Motorengeräusche etc. gewöhnen können. Abends veranstalten wir ein Abschiedsgrillen und lassen unsere bestandenen Abenteuer - von denen wir noch lange zehren werden - nochmals Revue passieren.
- Ankunft in Hamburg (ca. gegen Nachmittag) Tag 10
6-tägige geführte Wildniswanderung durch erfahrenen Guide
deutschsprachige Reiseleitung
Reisepreissicherungsschein
Zusatzkosten: - An- Abreise Hamburg - evtl. fakultative Aktivitäten - Getränke - Dinge für den persönlichen Bedarf
Für wen geeignet:
alle Naturliebhaber mit Team- und einer Portion Pioniergeist, Flexibilität wird vorausgesetzt Für die Wanderungen mit ca. 15-20 kg Gepäck ist eine durchschnittliche Kondition ausreichend .Die Tagesetappen liegen zwischen 10 u. 15 km.
Der Wille, neue Wege zu erkundschaften und die Bereitschaft auch mal an seine Leistungsgrenze zu gelangen, ist jedoch unerlässlich.